25.03.2026

Wohnschutz: Die Bautätigkeit bleibt hoch

Zahlen zeigen: Wohnschutz senkt Leerkündigungen und bremst den Bau nicht – im Gegenteil, der Wohnungszuwachs bleibt hoch.

Offizielle Zahlen aus Kantonen mit bestehendem Wohnschutz zeigen: Dank dem Wohnschutz verlieren weniger Menschen ihr Zuhause, während die Bautätigkeit hoch bleibt. Genf mit bereits bestehendem Wohnschutz weist sogar einen höheren Wohnungszuwachs auf als der Kanton Zürich.


Im Jahre 2022 führte die Stimmbevölkerung des Kantons Basel-Stadt einen Wohnschutz ein, der Mietpreiserhöhungen nach Sanierungen oder Umbauten auf ein sozialverträgliches Niveau begrenzt. Mit grossem Erfolg! Offizielle Zahlen des Kantons Basel-Stadt drei Jahre nach Einführung des Wohnschutzes zeigen, dass die Anzahl an unfairen Leerkündigungen massiv abgenommen haben.

Gleichzeitig wurden nach einer Phase mit weniger Bewilligungen (2021–2023) viel mehr Baubewilligungen für Wohnungen erteilt. Der aktuelle Wert liegt im Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre.

Die Anzahl Baugesuche stieg im ersten Halbjahr 2022 sprunghaft an, bevor sie kurz nach Einführung des Wohnschutzes im Mai 2022 sank. Seitdem steigt die Anzahl an Baugesuchen wieder an und nähert sich dem Niveau der Vorjahre an.  

Spannend sind auch die amtlichen Zahlen des Kantons Genf. Obwohl die Westschweizer bereits seit mehreren Jahrzehnten einen Wohnschutz kennen, weist der Kanton einen höheren Nettozuwachs an Wohnungen auf als der Kanton Zürich

Von 2020 – 2023 verzeichnete der Kanton Genf einen Nettozuwachs von 13'379 Wohnungen (+5.23%). Im selben Zeitraum wuchs der Bestand im Kanton Zürich nur um 4.16 %.

Der Vorwurf einer Baublockade ist im Falle des Wohnschutzes faktisch nicht gegeben.