07.05.2026
Kanton Zürich: Bis zu 13-mal mehr Menschen verlieren ihre Wohnung
13-mal höhere Verdängung in Zürich
07.05.2026
13-mal höhere Verdängung in Zürich
Der Kanton Zürich ist trauriger Spitzenreiter bei der Verdrängung alteingesessener Mieterinnen und Mieter. Die Wohnschutz-Initiative möchte den Schutz vor unfairen Leerkündigungen verbessern.
Eine Studie der ETH Zürich im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen hat untersucht, wie viele Menschen zwischen 2015 und 2020 aus ihrem Zuhause rausgeworfen wurden. Der Kanton Zürich verzeichnet dabei den höchsten Wert – 13-mal höher als Genf, das eine ähnlich hohe Nachfrage nach Wohnraum kennt wie der Kanton Zürich. Dieselbe Studie zeigt: Verdrängt wird die arbeitende Bevölkerung mit tiefem Einkommen.
Wohnschutz-Initiative schützt vor unfairen Leerkündigungen
Die Wohnschutz-Initiative des Mieterinnen- und Mieterverbands erlaubt es den Gemeinden im Kanton Zürich, Massnahmen zum Schutz vor unfairen Leerkündigungen auszuarbeiten. So können sie unter anderem Wohnraum für ältere Menschen und Familien erhalten oder bei Neubauten um einen Anteil an preisgünstigen Wohnungen bitten. Ob und welche Massnahmen umgesetzt werden, entscheiden die Einwohnerinnen und Einwohner der jeweiligen Gemeinde. Das ermöglicht Lösungen, die auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind und stärkt das Selbstbestimmungsrecht der ortsansässigen Bevölkerung.
Mehr Schutz ohne Steuergelder
Die Wohnschutz-Initiative kommt ohne einen Rappen Steuergelder aus. Im Gegenteil: Sie verhindert missbräuchliche Mieten und sorgt dafür, dass allen mehr Geld im Portemonnaie bleibt.