04.05.2026
«Im Kanton drohen bald überall Zustände wie in der Stadt Zürich»
Kündigungswelle auch im Kanton
04.05.2026
Kündigungswelle auch im Kanton
Kaum jemand kennt den Zürcher Wohnungsmarkt so gut wie Walter Angst. Der Wohnexperte warnt vor einer Kündigungswelle, die das Zuhause von tausenden Mieterinnen und Mietern im Kanton gefährdet.
Täglich spricht er mit verzweifelten Menschen, die von unfairen Leerkündigungen betroffen sind. Die Gemeinschaften werden auseinandergerissen, vor allem Alteingesessene verlieren ihr Zuhause.
Gab es anfangs vor allem in der Stadt Zürich unfaire Leerkündigungen, rollt die Kündigungswelle inzwischen mit hohem Tempo auf Gemeinden im ganzen Kanton zu. Statt Mehrfamilienhäuser etappenweise zu sanieren, werden ganze Siedlungen zerstört und die letzten Grünflächen für teure Neubauten genutzt. Gefährdet sind vor allem Mietende von älteren Gebäuden, doch selbst in den 2000er-Jahren sanierte Wohnhäuser werden mittlerweile abgerissen!
Ja zur Wohnschutz-Initiative schützt vor unfairen Leerkündigungen
Die Zahl unfairer Leerkündigungen wird weiter steigen. Wenn jetzt nichts geschieht, drohen überall im Kanton dieselben Zustände wie in der Stadt Zürich. Genau davor schützt ein Ja zur Wohnschutz-Initiative. Sie gibt den Gemeinden im Kanton Zürich wirksame Instrumente in die Hand, um ihre Bevölkerung vor der nahenden Kündigungswelle zu schützen.
Der Gegenvorschlag hingegen ist völlig absurd, weil er an der verheerenden Lage bewusst nichts ändern möchte. Immobilienunternehmen sagen, dass er unter ihrem Niveau sei. Noch treffender fasst es ein SVP-Gemeinderat zusammen: «Für einmal sind sich viele einig: Der Gegenvorschlag taugt nichts.»